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Wearables und Content: Auf die Watchlist setzen

Wearables gehören auch für Content-Produzenten auf die Watchlist, auch wenn aktuell der Hype ein wenig abgeklungen scheint. Eine Untersuchung aus UK von Page Suite gibt Denkanstöße: Page Suite arbeitet für große britische Medien, wie den „London Evening Standard“, den „Guardian“, „The Independent“, „OK!“ und viele andere. In einem Artikel, der in der April-Ausgabe des „App Publisher Magazine“ erschien, macht Page Suite eine interne Umfrage unter seinen Kunden zu Digital Publishing Trends öffentlich. Unter anderem auch die Frage, wie aktuell schon über Lösungen und Content-Angebote für Wearables nachgedacht wird. KNOW!S hat dies zum Anlass genommen, der Frage nachzugehen, was Menschen mit dem Smartphone machen, wozu sie es nutzen und wo Wearables stehen. Spannend insofern, als die Apple Watch jetzt kommt.

Konsumenten nehmen neue Angebote schnell an

Als Grund für die Umfrage gilt den Initiatoren von Page Suite, dass das Interesse an den Wearables stetig steige, sicher auch durch deren mediale Präsenz. Der zweite Grund ist, dass Konsumenten heute nicht mehr nur ein Medium nutzen, sondern die gesamte Bandbreite an crossmedialen Angeboten, sofern sie ihnen zur Verfügung stehen. Die Deloitte „Global Mobile Consumer Survey 2014“ trug den Titel „Always connected“ und traf im Vorspann eine spannende Aussage: „Der Erfolg von „WhatsApp“ zeigt, wie schnell Konsumenten neue Angebote annehmen und ihr Kommunikationsverhalten anpassen.“ Deloitte befragte Konsumenten in 22 Ländern, darunter in Deutschland 2.000.

Infobox Die Verbreitung von Smartphones in Deutschland

Das Statistikportal „Statista“ weist für Deutschland im Jahr 2014 einen Absatz an Smartphones von 24,2 Millionen Stück aus und prognostiziert für 2015 einen Absatz von 25,6 Millionen Geräten. Rund 20 Prozent der Besitzer von Smartphones nutzen das Betriebssystem iOS von Apple, über 60 Prozent Android. Windows und BlackBerry spielen eine untergeordnete Rolle. 41,1 Millionen Deutsche hatten im Mai 2014 ein Smartphone, bei den 16 bis 18-Jährigen waren es 88 Prozent.

Die Wearables

Die Deloitte Studie zeigt einen interessanten Trend. So war das Interesse an Wearables im Jahr 2013 , sogar an smarten Brillen, höher als 2014. Zeigten 2014 noch 10 Prozent der Menschen zwischen 25-34 Jahren Interesse an smarten Uhren, waren es 2014 nur noch 6 Prozent. Deloitte macht dafür die fehlenden spannenden Anwendungen verantwortlich. Das Fazit ist eindeutig: Das Potenzial bleibe vorhanden und wenn Android Wear und Apple Watch erst einmal die Nachfrage anheizten, dann sollten Marktteilnehmer schnell reagieren, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

Interessant für Breaking News

Die Umfrage von Page Suite ist vor allem in Bezug auf Inhalte interessant und wie sich Content Produzenten mit den Wearables auseinandersetzten. 13 Prozent der Befragten setzen sich aktuell mit einer Lösung für Wearables auseinander, immerhin 17 Prozent verfolgten die aktuelle Entwicklung und 70 Prozent haben das Thema bisher links liegen gelassen. Die Umfrage von Page Suite ging dann noch einen Schritt weiter: Von denen, die sich bereits mit dem Thema beschäftigten, gaben 57 Prozent an, dass sie noch kein spezifisches Projekt angedacht hätten. Die anderen 43 Prozent hatten schon konkretere Vorstellungen: 27 Prozent denken über Push Nachrichten und Breaking News Alerts nach, 23 Prozent über Social Media, 27 Prozent über Updates im Bereich Audio, Foto und Video und 23 Prozent über Live-Übertragungen auf die neuen tragbaren Gadgets.

Aktuell kann man die Apple Watch nur vorbestellen, nach einer Ankündigung von Apple kommt sie am 24. April 2015 in Deutschland in den Handel. Dann wird man sehen, ob es Apple gelingt, einen ähnlichen Hype auszulösen, wie mit dem iPhone.

Foto: Canadapanda / Shutterstock.com