FDS prepress wurde 1995 von Ursula Fronz gegründet. Dipl.-Ing. Dominik Allartz übernahm 2005 als Gesellschafter die Geschäftsführung. Seitdem entwickelt er neue Geschäftsfelder, um dem digitalen Wandel in der Branche und dessen Komplexität Rechnung zu tragen.
Kerngeschäft Fronz Daten Service GmbH & Co. KG
- Layout/Bildbearbeitung von Fachmagazinen,
Büchern und Katalogen - Redaktionssysteme wie z. B. Woodwing
- Lektorat
- Workflow-Optimierung
- Redaktionsassistenz
- Digiale Produkte in Verbindung mit Woodwing
Wie definierst du »Tradition«?
Tradition bedeutet für mich etwas, das tief in der Vergangenheit verwurzelt ist und über Generationen hinweg weitergegeben wird. Auch mein beruflicher Werdegang ist in gewisser Weise von Tradition geprägt. Fast meine ganze Familie war oder ist in der Medienbranche tätig. Schon als Kind kam ich mit dem damaligen »Fotosatz« in Berührung und bis heute arbeite ich in dieser Branche, die in den vergangenen Jahren einen enormen Wandel durchlebt hat.
Welche Rolle spielt »Tradition« in deinem beruflichen Kontext?
Im beruflichen Alltag spielt Tradition für mich keine Rolle, auch wenn unsere Firmengeschichte bis in die 1990er-Jahre zurückreicht. Würden wir stets an traditionellen Arbeitsweisen oder auch Technologien festhalten, wären wir technisch nicht dort, wo wir heute stehen. Tradition kann im Berufsalltag daher auch ein Hemmnis für Innovation sein. In meinem Umfeld haben wir bewusst mit traditionellen Strukturen gebrochen, und genau das hat uns ermöglicht, erfolgreich neue Wege zu gehen.
Wo ist »Tradition« förderlich, wo ist sie ggfs. auch hinderlich?
Im zwischenmenschlichen Miteinander ist Tradition oft sehr förderlich. Gemeinsame Traditionen können Teams, Abteilungen und auch Unternehmen verbinden und tragen dazu bei, auf Augenhöhe zu kommunizieren und ein starkes Wir-Gefühl zu entwickeln. Andererseits fordert der Markt häufig ein hohes Maßan Flexibilität, daher ist es manchmal notwendig, (liebgewonnene) Traditionen loszulassen, um Raum für Neues zu schaffen. Ich bin überzeugt, dass Tradition je nach Kontext sowohl unterstützen als auch bremsen kann.
Gibt es gesellschaftliche Trends, die bestehende Traditionen im Unternehmen herausfordern?
Die größten aktuellen Herausforderungen sehe ich in den Bereichen künstliche Intelligenz und mobiles Arbeiten. Beim mobilen Arbeiten sind wir bei FDS bereits sehr weit fortgeschritten, sicherlich auch durch die Erfahrungen während der Coronazeit. Ich schätze es, dass wir dadurch viel flexibler arbeiten können und nicht mehr traditionell nur an unserem Standort in Geldern tätig sind. Inzwischen arbeiten wir sogar über Ländergrenzen hinweg, etwa mit unserem Team am Standort in Rumänien. Die Zusammenarbeit hier klappt hervorragend, es ist toll, dass es heute diese Möglichkeiten gibt. Nicht nur Kolleginnen und Kollegen profitieren davon, sondern auch Unternehmen.
Trotz kilometerweiter Entfernung schaffen wir durch kleine Rituale, regelmäßige Teammeetings oder unsere Weihnachtsfeier neue gemeinsame Traditionen, allerdings auf einer eher zwischenmenschlichen als beruflichen Ebene.
Der Wandel rund um künstliche Intelligenz ist für mich hingegen weniger emotional. Wir betrachten KI vor allem als ein weiteres Werkzeug, das sinnvoll in den Arbeitsalltag integriert werden muss, ähnlich wie damals die Einführung des PDF. Wichtig ist, dass wir KI dort einsetzen, wo sie echten Mehrwert bietet. Das schaffen wir durch Fortbildungen, aber auch den Erfahrungsschatz in unserem gesamten Team.
Welche Bedeutung hat »Tradition« für das Zugehörigkeitsgefühl im Team?
In unserem Team spielt Tradition insofern eine Rolle, als dass wir unsere Geschichte und Herkunft kennen, sie gibt uns einen gewissen Anker. Dennoch steht für mich das Miteinander im Hier und Jetzt im Vordergrund. Besonders wichtig sind mir dabei Loyalität und gegenseitiges Vertrauen. Wir kümmern uns umeinander und hören einander zu. Das sind für mich traditionelle Werte, die wir im Team aktiv leben und hinter denen wir gemeinsam stehen.
Was würdest du der Gesellschaft und Mitarbeitenden im Kontext von Tradition gerne mitgeben?
Man sollte ehrlich zu sich selbst sein und immer wieder hinterfragen, wie stark man an alten Traditionen festhalten möchte oder ob es Zeit ist, Neues zu wagen und dadurch vielleicht sogar neue Rituale zu schaffen. Eine offene und ehrliche Kommunikation ist für mich dabei die Grundlage einer fairen und erfolgreichen Zusammenarbeit. Genau das ist auch der Grund, warum die Zusammenarbeit zwischen uns als Dienstleister und Schaffrath als Auftraggeber so gut funktioniert und das bereits über Generationen hinweg.




