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Marken- und themenrelevante Daten im Netz für das eigene Unternehmen finden

Wie bleiben Unternehmen heute in Zeiten von Echtzeit-Social-Media, mobile und Online Berichterstattung up to date bei den Themen, die für sie und ihre Marken relevant sind? Über die Ihre Zielgruppe diskutiert, spricht und sich austauscht? Reicht es die drei großen Social Media Portale wie Facebook, Google+ und Twitter zu beobachten? Wer Daten im Netz erheben will, der sollte sich nicht nur auf die großen Drei verlassen, sondern auch abseits der Autobahnen nach Seitenstraßen suchen auf denen seine Zielgruppe unterwegs ist.

Hier findet man Themen und Daten: Bildportale wie Instagram, Blogs, Bewertungs-Portale, Corporate News, Foren, Plattformen für Dokumente, Bewertungen auf E-Commerce-Plattformen, Presseportale, Nachrichtenseiten, Soziale Netzwerke wie Facebook, Google+ oder Twitter oder Videoplattformen wie You Tube oder Vimeo. Screenen kann man die Seiten nach relevanten Inhalten für sein eigenes Unternehmen oder für die eigene Marke mit Social Media Monitoring Tools. Ein solches Werkzeug durchsucht das Netz nach den Inhalten, die der Suchende zuvor festgelegt hat. Ein Kriterium für ein gutes Tool ist, dass es möglichst viele der oben genannten Kanäle zunächst einmal scannen kann. Der Nutzer sollte zudem die einzelnen Kanäle auswählen können, denn jede Zielgruppe bewegt sich anders durchs Netz.

Jeden Tag laden Nutzer von Facebook 350 Millionen Fotos, so das Unternehmen auf dessen Server. Auch die Video-Postings hätten um 75 Prozent zugenommen, so der Social-Media-Gigant. In den öffentlichen Kanälen können Unternehmen die Diskussionen und Trends ihrer Zielgruppe einfach verfolgen. Durch die zunehmende Verlagerung der Menschen ihrer Aktivitäten in den Bereich von Instant Messengern wie WhatsApp, WeChat, Periscope oder Snapchat, wird dies allerdings wieder erschwert. Zum einen sind die Statements, Fotos oder Videos oft nur noch wenige Sekunden im Netz, zum anderen wandert die Konversationen wieder stärker ins Private. Der erste Schritt sollte ein breites Monitoring sein, um festzustellen, wo sich meine Zielgruppe aufhält. Mit diesem Ergebnis kann dann eine Kanalauswahl erfolgen, die stringenter in das Monitoring eingebettet werden sollte. Zum einen um die Community besser kennenzulernen, oder sich aktiv in deren Kommunikation einzubringen. In der Analyse sollten die Ergebnisse auch auf die gesamte Markenführung reflektieren.

So steuert man einen Crawler

Der erste Schritt ist dem Crawler, also dem Monitoring-Tool, URL´s mitzugeben, die dieser durchsuchen soll. Ein Argument für eine URL sollte sein, dass sie im Themenspektrum des eigenen Unternehmens liegt. Ein Anhaltspunkt kann sein, dass in dem Portal, Blog oder Social Media Kanal über das eigene Produkt berichtet wurde. Die Suche des Crawlers kann dann durch gezielte Suchbegriffe verfeinert werden. Dazu zählen auch Markennamen von Konkurrenten und allgemeine Begriffe, die die Leistung der eigenen Marke beschreiben. Ein guter Crawler bietet auch die Möglichkeit bestimmte Begriffe nicht zu suchen. Durch das Ausschließen von Begriffen, kann die Suche verfeinert werden. Je klarer die Begrifflichkeiten gewählt werden, umso relevanter die Treffer.

Es gibt Webseiten, die das Crawlen ihrer Inhalte unterbinden. Für diesen Fall oder wenn es sich um passwortgeschützte Daten handelt muss man mit dem Websitebetreiber ausmachen einen API-Schnittstelle zu erhalten. API bedeutet Application Programming Interface. Der Betreiber der Website könnte unter bestimmten Auflagen, dann das crawlen seiner Seite gestatten. Wer mit sensiblen Daten arbeitet sollte auf jeden Fall sicherstellen, dass der Datenschutz und die Datensicherheit gewährleistet sind. Zu empfehlen ist eine juristische Prüfung, genauso wie ein Check durch den Datenschutzbeauftragten im eigenen Unternehmen.

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