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Eventmagazindesign – So gestaltet man Eventmedien

Einfach, klar und robust sollte das Design von Eventmedien sein. Effizienz sollte über Komplexität und den „Le Dernier Cri“ – also den letzten Schrei –gestellt werden. KNOW!S zeigt, wie Design und Layout aufgebaut sein müssen, um ein erfolgreiches Eventmagazin zu produzieren.

Wenn die Würstchen vom Grill sind, dann sollte auch die Eventzeitung fertig sein und vorliegen. So einfach sollte das Ziel für Redaktion, Layout, Druckerei und Kurierdienst, die an der Produktion einer Eventzeitung beteiligt sind, auf den Punkt gebracht werden. Die „drupa daily“ liegt übrigens jeden Morgen pünktlich am Düsseldorfer Flughafen und Hauptbahnhof oder in ausgewählten Hotels aus. Und natürlich auf dem Messegelände. Für 56 Seiten haben Redaktion und Layout nur wenige Stunden Zeit.

Alle Arbeitsschritte sollten auf ihr Zeitverhalten hin überprüft werden.

Neben Redaktion und Lektorat ist vor allem das Layoutteam gefordert. Denn die Gestaltung muss auf Geschwindigkeit, Korrekturphasen und schnelle Abläufe getrimmt werden. Eine einfache und klare Typographie, die an einem Grundlinienraster ausgerichtet ist, ist die Voraussetzung für schnelle Reaktionszeiten. Alle Stilvorlagen müssen vorbereitet und mit eindeutigen und verständlichen Namen versehen sein. Idealerweise sind sie auch hierarchisch mit Nummern geordnet. Die 01 für die Dachzeile, die o2 für die Headline, die 03 für den Vorspann und so weiter. Ein System hat nicht nur den Vorteil, schnell vom Layouter erfasst werden zu können, sondern einen weiteren: Sollte ein Mitarbeiter etwa durch Krankheit ausfallen, kann ein geübter Mediengestalter schnell einspringen und sich orientieren. Denn Eventmedien können terminlich nicht verschoben werden. Sie müssen an dem Tag produziert werden, an dem der Event stattfindet.

Keep it simple

Aufwendige typografische Systeme mit ineinander verschachtelten Systematiken, Fettungen in Texten oder Auszeichnungen sind nicht zu empfehlen. Dies gilt auch für Freisteller oder spezielle Infografiken. Freisteller sind zwar von professionellen Mediengestaltern nicht schwer herzustellen und in ein Layout einzubinden. Aber wenn Schrift um den Freisteller läuft, kann es bei Korrekturen dazu kommen, dass diese sehr zeitintensiv werden. Der Satz kann schnell Löcher reißen oder Übersatz entstehen. Bleiben dann oft nur Minuten, bevor die Seiten in Druck gehen, fehlt nicht nur die Zeit, sondern auch die Muße.

Das Design-Raster sollte einfach sein. Bilder möglichst rechteckig und auch am Grundlinienraster orientiert. Es ist zu empfehlen, das grundlegende Layout der Seiten sofort nach der Redaktionskonferenz anzulegen und dieses mit Blindtext zu füllen. Dieser kann genutzt werden, um den Redakteuren die Zeichenzahl im Vorfeld zu nennen, wenn man etwa nicht mit einem Redaktionssystem wie InDesign und InCopy arbeitet. Das Layout ist in seiner Gesamtheit wie eine Zeitung anzulegen.

Etwa einen Satzspiegel mit Rändern und keine angeschnittenen Bildformate. Denn auch hier ist der Kontrollaufwand hoch. Bei allen Bildmotiven im Anschnitt muss geprüft werden ob dieser richtig für den Druck angelegt ist, da es sonst hässliche Blitzer, also weiße Kanten geben kann. Arbeitet man im Satzspiegel, entfallen diese Kontrollen und man spart zum Ende hin Zeit.

Reduzierte Farben und Formen

Auch bei der Definition der Farben gilt: Weniger ist mehr und effizienter. Definieren Sie wenige Farben und schaffen Sie wie bei der „drupa daily“ klare Zuordnungen. Nicht nur, dass ein nicht papageienfarbiges Magazin seriöser wirkt, die Farbabstimmung zwischen Seiten und Seitenfolgen entfällt. Am besten nutzen Sie drei Farben: Weiß des Papiers, Schwarz für die gut lesbare Typographie und eine Farbe für Auszeichnungen. Definieren Sie auch eine helle Farbe für Infokästen oder Listen, damit sich diese Inhalte von anderen unterscheiden und so für mehr Orientierung beim Leser sorgen. Legen Sie fertige Kastensysteme, ausgerichtet am Spaltenraster in einer Bibliothek, wie sie moderne Layoutprogramme als Beiboot kostenlos anbieten, an.

Die Bildbearbeitung sollte gut vorbereitet sein. So können die Bildgrößen in Programmen wie Photoshop automatisch über Aktionen kleiner gerechnet werden, damit diese zur Performance der Layoutarbeit, aber auch zu einem schnelleren Versand der Daten beitragen. Automatisiert man solche Arbeitsschritte und testet dies im Vorfeld des Events mit den Fotografen, schafft man Freiräume für das Design des Eventmagazins. Dies gilt auch für die Bildumwandlungen von RGB nach CMYK.

Marion Pape
0211.8303-201
pape@schaffrath-concept.de

 
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