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Die Jetzt-Trends im Webdesign 2014

Die ersten Nikoläuse stehen in den Regalen des Handels und zeigen damit deutlich, dass der Endspurt für 2014 eingeleitet ist. Zeit sich mit den Trends im Webdesign 2014/15 einmal genauer zu beschäftigen. Flat Design ist, bleibt und wird zunächst Trend bleiben, denn die Großen wie Google, Microsoft oder Facebook schenken ihm derzeit ewigen Frühling. Seiten im Flat Design sind geprägt von Übersichtlichkeit und unterscheiden eindeutig klickbare von nicht klickbaren Elementen. Zu dieser klaren Userführung mit mehr Übersichtlichkeit passt auch der Trend die Navigation an einer Stelle zu fixieren. Vor allem weil Nutzer heute häufiger scrollen, als noch in den Jahren zuvor. Galt es früher als gesetzt, dass die wichtigsten Informationen auf das Fenster 1024 mal 768 Pixel zu begrenzen seien, hat sich das mit der veränderten Gerätenutzung der Leser geändert.

Navigation überdenken

Heute scrollen User stärker, denn sie sind dies von ihren mobilen Endgeräten gewohnt. Das Scrollen wird – wie noch in den Jahren zuvor – nicht mehr so in Frage gestellt. Navigation überdenken Inhalte können also mehr in der Tiefe zum scrollen oder wischen angelegt werden. Daraus ergibt sich aber eine neue Problematik: Wie findet sich der User auf einer komplexeren und längeren Page zurecht. Scrollt er nach unten verliert er den Blick auf die Navigation, die ihn durch die unterschiedlichen Inhalte einer Site führt. Zur Orientierung muss er jetzt wieder nach oben scrollen. Das ist lästig und nervend. Daher ist ein hervorstechender Trend im Webdesign die Fixierung der Navigation und darunter die scroll-, bzw. wischbaren Inhalte. Egal wo sich der User auf einer Site befindet, ist er zu jeder Zeit orientiert. Das kann auch für einen One-Pager gelten. One-Pager, also Einseiter, werden zudem beliebter.

Diese Einseiter bieten in wenigen Sinnabschnitten einen schnellen Überblick über ein Thema. Sie können zur Seite oder nach unten gescrollt werden. Der reduzierte Inhalt, ein Video, gut gemachte Fotos, Infografik oder Illustration überzeugen superschnell und fordern oft am Ende ein Reaktion des Users ein. Kritisch muss man hier anmerken, das der Einseiter zwar maximale Übersichtlichkeit bietet, aber gegenüber Webseiten mit vielen Inhalten derzeit noch Nachteile bei der Suchmaschinenoptimierung hat. Der Einseiter ist allerdings eine gute Empfehlung für Landing Pages.

Storytelling bleibt im Trend

Parallax Scrolling ist als Gestaltungsmittel bei Onepagern und Einseitern sehr beliebt. Parallax Scrolling ist leicht erklärt: Inhalte werden auf verschiedenen Ebenen dargestellt. Scrollt der User dann bewegt sich die eine Ebene schneller als die andere und so bleibt ein Teil zunächst stehen. Dies kann ein toller Effekt sein. Der Rat für gute Gestaltung ist: Parallax Scrolling reduziert einzusetzen, da der Nutzer sonst überfordert wird und es zum visuellen Overkill kommt. Parallax Scrolling kann das Storytelling unterstützen, wie auch Animationen und Infografiken, die ebenfalls moderat animiert sein können. Auch hier gilt: Weniger ist mehr. Wer auf Weißraum zu Beginn von 2015 setzt, große ruhige farbige Flächen setzt, vielleicht in den Trendfarben, die shutterstock aus 40 Millionen Bildern herausdestilliert hat und die letzte Woche im KNOW!S-Magazin vorgestellt wurden, hat eine gute Basis für modernes und ansprechendes Webdesign.

Eine spannende Frage ist, wie sich der E-Commerce dem Responsive Webdesign stellen wird und welche Lösungen kommen werden. Hier gibt es noch viele parallele Welten, auf der einen Seite die Website und davon unabhängige Mobilangebote. Die Konsumenten werden je nach Anfrage in eine eigene Web- oder Mobile-Welt geführt. Dies ist auch bei den Branchenriesen wie Amazon, Ebay oder dem nationalen Player Otto noch so. Man kann dies ganz einfach am Desktop-PC ausprobieren, in dem man das Browserfenster einfach zusammenschiebt. Ein weitere Testmöglichkeit ist der kostenlose Responsive Viewer von Schaffrath, den man hier ausprobieren kann: responsive.schaffrath.de/

Foto: bloomua/fotolia

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