Strategie
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»Die neue Positionierung von Schaffrath signalisiert: Bei uns geht's weiter!«

Es ist ein Gespräch in Corona-Zeiten. Unsere Geschäftsführer Alexander Hornen und Dirk Devers sitzen in der Schaffrath Zentrale. Dirk Alten ist quarantänebedingt per Video zugeschaltet. Auf dem Tisch liegen alte und neue Medien. Und es geht um den Neuanfang von Schaffrath. Um die Frage, warum und wie die neue Positionierung von Schaffrath (mehr zum Ergebnis in diesem Artikel) entstand und was sich dadurch verändert.

Warum war ein Neuanfang notwendig?

Dirk Alten (Geschäftsführung Druckmedien): Es hat sich ja insgesamt viel verändert. Wie wir alle kommunizieren, uns Informationen beschaffen. Digitale Medien sind überall gegenwärtig. Das betrifft uns natürlich. Und unsere Kunden auch. Gleichzeitig gilt: Für viele unserer Kunden, wie zum Beispiel Gewerkschaften, Verbände, Vereine, sind die gedruckten Medien weiterhin sehr wichtig. Und es gab auch noch nie so viele einzelne Zeitschriften wie im Moment.

Dirk Devers (Geschäftsführung Druckmedien): Natürlich, und die Druckprodukte unserer Kunden sind sehr vielfältig und beinhalten komplexe Anforderungen. Trotzdem wissen wir alle: Der klassische Druck allein ist kein Wachstumsmarkt. Nostalgie hilft da nicht, die ist kein guter Ratgeber für die Zukunft.

Alexander Hornen (Geschäftsführung Digitalmedien): Ja, man merkt jetzt doch die raueren Zeiten. Rückgänge im Anzeigengeschäft, in der Auflage, in der Verbreitung, neue Bestimmungen wie die DSGVO ... – Unsere Kunden stehen da einfach vor vielen Herausforderungen, müssen anders kommunizieren und suchen nach Lösungen. Und wir selber auch.

Dirk Devers: Mit den Druckmedien, den Digitalmedien und den PostPress-Möglichkeiten der Schaffrath Concept sind wir da so gut aufgestellt wie wenige Mitbewerber. Wir beschäftigen uns ja schon lange damit, wie man Inhalte kreiert und auf die Straße bringt. Mit Publishing, modernen Workflows, Redaktionssystemen, aber eben auch Digitale Medien, Websites, Apps, Online-Print-Kombinationen ...

Alexander Hornen: Und das ist eine Herausforderung: »Ach das machen Sie auch!«, höre ich oft. Es ist für viele nicht so sichtbar, dass wir all das leisten, auch gemeinsam mit Partnern. Und dass wir neben dem Drucken und dem Programmieren eine ganze Reihe kluger Lösungen und kluger Themen haben, mit denen wir unsere Kunden unterstützen können. Wir haben gesagt: Da müssen wir uns noch mal neu positionieren. Wie bilden wir eine sinnvolle Klammer um all diese Themen? Wie können wir neu auftreten und sichtbar werden?

Dirk Alten: Und auch innerhalb des Betriebes hat sich ja das Zusammenspiel verändert. Zwischen Jüngeren und Älteren, aber gerade auch in Vertrieb, Druckproduktion oder Digitalabteilung, auch da kommunizieren wir unterschiedlich. Mit unterschiedlicher Mentalität. Verschiedenen Blicken auf das, was wir tun. Und das ist für alle Seiten nicht ganz einfach, weil wir aus unterschiedlichen Welten kommen. Wir müssen alle dazulernen. Aber für diese Veränderung wollen wir natürlich Sorge tragen.

Was hat Ihnen der Prozess zur neuen Positionierung gezeigt?

Alexander Hornen: Unsere eigenen Stärken sind mir in den letzten 12 Monaten noch mal bewusster geworden. Dass wir hier eine gute Basis haben, um den nächsten Schritt zu machen. Wir haben allen Grund, positiv nach vorne zu schauen.

Dirk Devers: Finde ich auch. Ich schaue jetzt mit noch mehr Freude auf das, was wir tun. Es ist wirklich so: Wir sagen nicht nur »Du kriegst jetzt 'ne App oder 'ne Website oder wir drucken jetzt halt ein Magazin«, sondern wir schaffen eine kluge Lösung.

Alexander Hornen: Eine Metapher aus einem Workshop hat mir gut gefallen: Wir sind als Unternehmen vielleicht nicht der Maserati S-Klasse, aber auch nicht der kleine Polo. Wir sind eher wie ein VW Passat – solide, trotzdem komfortabel, hochwertig, uns gibt es mit allen Extras. Wir können was!

Dirk Alten: Ja, das muss man mal so sagen: Wir erzeugen Qualität, denn wir wissen halt, wovon wir reden. Bei uns wird zum Beispiel nicht mit irgendeinem Baukasten eine App zusammengeflickt, damit der Kunde irgendetwas hat. Alles, was bei uns gemacht wird, wird ordentlich gemacht. Technisch, auch rechtlich sauber und so weiter.

Alexander Hornen: Und wenn man in die Organisation hineinschaut, dann ist es auch so, dass wir wirklich voneinander lernen und partizipieren, uns gegenseitig befruchten in den verschiedenen Bereichen. Dass wir da auch Brücken schlagen und viel mehr das Gemeinsame suchen, das ist mir auch innerhalb des Unternehmens sehr wichtig.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft und was kann dieser Neuanfang bewirken?

Dirk Devers: Also ich merke, dass da so eine neue Energie rüberkommt mit der neuen Positionierung, auch bevor wir gestartet sind nach außen. Ich habe mich auch davor schon immer wieder dabei ertappt, dass ich Dinge sage wie »Da haben wir etwas geschafft!« oder »Sie wollen doch auch einen kluge Lösung haben!«. Das macht richtig Lust! Gerade deshalb bin ich da voller Vorfreude, das jetzt auch alles auf die Straße zu bringen und uns gemeinsam besser sichtbar zu machen.

Dirk Alten: Ich denke wir sind oft nicht richtig selbstbewusst. Wir schwimmen so ein bisschen unter der Wasseroberfläche. Machen uns selber klein. Das ist etwas, was sich wirklich ändern kann mit dem neuen Auftreten, glaube ich. Ich wünsche mir, dass wir wirklich alle sehen können, was wir da gemeinsam machen und können. Stolz darauf sind, daran glauben und es der Welt zeigen.

Dirk Devers: Ja, und dabei wollen wir »eine Mannschaft« sein, die gemeinsam etwas vertritt. Gemeinsam sprachfähig werden. Ein Team, in dem man sich zugehörig und auch zusammengehörig fühlen kann. Nicht »die da« und »die anderen da«, sondern ein starkes »Wir«.

Alexander Hornen: Ganz wichtig ist uns das Signal: Hier bei Schaffrath gehts weiter! Hier gehts vorwärts! Wir stehen nicht still, sondern stellen uns neu auf. Wir schaffen gemeinsam was. Diese Kraft von innen heraus, die wünsche ich mir für alle.

Dirk Devers: Genau: Wir wollen Perspektive zeigen. Und das muss immer wieder neu gemacht werden. Wir wollen zeigen: Wir ergreifen immer wieder neue Maßnahmen, weil wir den eingeschlagenen Weg mit unserem Unternehmen weiterverfolgen.

Dirk Alten: Wir haben noch viel vor: gemeinsam mit unserem Team, gemeinsam mit unseren Kunden!

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