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WIE SCHAFFT MAN ERFOLGREICHEN TEAMGEIST AUCH AUSSERHALB DES EIGENEN UNTERNEHMENS?

Kooperationen zwischen Unternehmen, Agenturen und Dienstleistern gehören seit jeher zum Alltag wie die Luft zum Atmen. Aber in der Praxis hört man auch durchaus viele negative Stimmen und es gleicht eher einem zweckmäßigen Bündnis mit viel Konfliktpotenzial. Trotzdem: Die Suche nach echten Partner*innen, um erfolgreich am Markt zu agieren, nimmt sogar zu. Corona mag hier durchaus als Brandbeschleuniger gesehen werden. Doch was macht eine gute Partnerschaft wirklich aus? Wir gehen der Sache auf den Grund. 

LIEBE GIBT ES AUCH BEI UNTERNEHMEN

Partnerschaft wird in Definitionen meist als Zusammenarbeit zwischen wirtschaftlich selbstständigen Unternehmungen zur Steigerung der gemeinsamen Wettbewerbsfähigkeit beschrieben. Dies ist zwar in der Sache vollkommen richtig, gibt aber noch keinen Rückschluss auf das »Wie«. Was auffällt: Partnerschaften können sehr unterschiedlich sein. Ob die Erweiterungen der Wertschöpfungskette, Austausch von Wissen, punktuelle Projektunterstützungen oder, oder. 

Eine Partnerschaft ist ein großes Wort und bedeutet sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld eine Menge für die beteiligten Personen. Wenn man auf die Suche geht nach den Erfolgsfaktoren einer gewinnbringenden Unternehmenspartnerschaft, stellt man mit leichtem Schmunzeln fest, es gibt einige Parallelen zwischen Business und Liebe.

VERSTEHEN GEHT ÜBER PROBIEREN

Um eine erfolgreiche Partnerschaft aufzubauen, sollte man zuerst im eigenen Unternehmen die Offenheit für Kooperationen schaffen. Der Wille, eine Partnerschaft mit einem externen Unternehmen einzugehen, sollte gefestigt und mit den Teams und Mitarbeitern abgestimmt werden. Denn nur wenn dieses gemeinsame Verständnis da ist, kann eine Partnerschaft funktionieren. 

GRUNDZUTATEN FÜR ECHT ERFOLGREICHE PARTNERSCHAFTEN

Nach einigen Gesprächen und Telefonaten mit Geschäftsführungen und Beteiligten von langfristigen Partnerschaften aus unterschiedlichsten Branchen kamen wir dem Kern der Sache immer näher. Es gab spannende Geschichten über Kooperationen, die klirrend in die Brüche gegangen sind, Geschichten über enge Partnerschaften, die über Generationen bestehen, und lockere Partnerschaften auf Augenhöhe. 

Früher fraßen die Großen die Kleinen, dann überholten die Schnellen die Langsamen. Doch jetzt haben die Kooperativen die Nase vorn. 

Im Verlauf der Suche kristallisierten sich für uns nachfolgende Erfolgszutaten heraus, die eine gute Partnerschaft charakterisieren und als eine »Checkliste« für bestehende und neue Partnerschaften gelten können. Probieren Sie es aus:

OHNE VERTRAUEN BLEIBT MAN AUF DER STRECKE

Eine Kultur des Vertrauens und der Offenheit ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Zusammenarbeit. Sie floriert durch ergänzendes Fachwissen und die entsprechende Aufteilung von Aufgaben und Teilprojekten. Die Zusammenarbeit gedeiht durch ergänzendes Wissen und entsprechende Aufgabenverteilung. Vertrauen Sie darauf, dass ihre Partner*innen die Aufgaben gemäß dem gemeinsamen Ziel erledigen. Die gegenseitige Verlässlichkeit, die Erfüllung der klar kommunizierten Erwartungen, die persönlichen Beziehungen und die offene Kommunikation sind unerlässlich für ein gegenseitiges Vertrauen. 

ENTWICKLUNG EINER GEMEINSAMEN TEAMKULTUR

Eng verbunden mit dem Vertrauen ist die Unternehmenskultur, das Wir-Gefühl, was es in Unternehmen gibt und das gesamte Unternehmen trägt und besonders macht. Dieses sehr spezielle Wir-Gefühl ist durchaus übertragbar auf eine enge Partnerschaft. Falls die Unternehmenskulturen der beiden möglichen Partner*innen sich sehr unterscheidet, kann es durchaus schwierig werden, ein Wir-Gefühl und eine gegenseitige Wertschätzung zu erreichen. Denn nur wenn Vertrauen zwischen den beiden Unternehmen herrscht, kann ein neues Wir-Gefühl entstehen.

MAN KANN NICHT, NICHT KOMMUNIZIEREN

Eine offene Kommunikation ist das A und O. Es klingt leichter, als es oft in der Praxis gelebt wird. Eine Partnerschaft einzugehen und zu steuern ist wichtig. Dies bedeutet, nicht nur Planung und Ziele vorzuhalten, sondern diese auch miteinander zu besprechen. Key-Facts und Etappenschritte abzuleiten und nicht erst nach der Kooperation oder einem abgeschlossenen Projekt, sondern bereits im Prozess bei Fehlentwicklungen einzuschreiten sowie die Kooperation aktiv in die gewünschte Richtung zu lenken. Eine ehrliche und offene Kommunikation mit allen Beteiligten ist daher nötig. Denn dann hat eine Partnerschaft das Wort erst wirklich verdient.

OFFENHEIT FÜR NEUES

Kooperationen können frischen Wind bringen, wenn man die Stolpersteine umgeht, die beim Aufeinandertreffen unterschiedlicher Arbeitskulturen natürlicherweise entstehen. Unternehmen müssen für sich klären, wie viel Veränderung und neue Arbeitswelten sie im Alltag an den Berührungspunkten mit Partnern aushalten. Dazu gehört es auch zu schauen, wer im Unternehmen die richtige Denke mitbringt und quasi als Dolmetscher zwischen eigenen etablierten Unternehmensprozessen und Kultur der Partner vermitteln kann. Wer offen in so einen Prozess hineingeht, lernt neue Dinge kennen und verändert bewusst seinen Blickwinkel. 

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