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Tipps zur Reduzierung der Absprungraten Ihrer Website und einer besseren Kundenbindung

Eine hohe Absprungrate auf der Website oder im Online-Shop ist für jeden Betreiber ein Albtraum. Der Aufwand Benutzer auf die eigene Website zu lenken ist groß und nimmt auf Grund der höheren Konkurrenz weiter zu. Egal ob Google-Anzeigen, Suchmaschinenmarketing oder Social Media, wenn der User auf der Website nach einigen Sekunden wieder abspringt ist der ganze Aufwand umsonst. So entsteht keine tiefere Bindung und keine vollendete Customer Journey. 

Was sind die Gründe für hohe Absprungraten?

1. Ladezeiten 

Wenn das Laden der Website zu lange dauert, hat der Benutzer einen guten Grund, die Website zu verlassen. Der User hat die Auswahl und entscheidet direkt innerhalb der ersten Sekunden ob er auf der Seite bleibt. 

Kostenlose Tools wie Google PageSpeed (Verlinkung) zeigen Ihnen schnell, wo Sie mit der PageSpeed-Optimierung beginnen und Ihre Website schneller machen können.
 

2. Fehlerhafte Einbindung des Trackingcodes

Jedes Analyse-Tool für Websites arbeitet mit einem sogenannten Tracking-Code, der in den Quellcode der zu analysierenden Seite eingebettet sein muss. Installationsfehler können zu einer fehlerhaften Messung der Absprungrate führen und falsche Werte liefern. 
 

3. Schlechtes UX-Design 

Es ist möglich, dass Besucher auf der entsprechenden Seite nicht finden, wonach sie suchen, oder dass sie erst nach langem Scrollen den Inhalt entdecken, für den ihre Suchanfrage gilt. Durch die Überprüfung und Verbesserung der User Experience der Website kann hier die Absprungrate verringert werden. Tools wie zum Beispiel hotjar helfen die User Experience zu analysieren. 
 

4. Schlechter Content

Content first. Neben der technischen Optimierung der Website für ein besseres Ranking darf nicht die inhaltliche Ebene vergessen werden. Relevante Inhalte sind für die Besucher das A und O. Denn wenn der Besucher nicht genügend Informationen zu dem gesuchten Thema findet, springt er sofort ab.  

Absprungraten sind nicht immer gleich wichtig.

Es hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, ob eine hohe Absprungrate ein schlechtes Zeichen ist, wie z. B. der Struktur oder dem Typ der Website. Wenn die Website der Ausgangspunkt für Unterseiten (z. B. Produktseiten oder Blogposts) ist und der Erfolg Ihrer Website auf Benutzern basiert, die mehrere Seiten besuchen, ist eine hohe Absprungrate auf der Homepage kein gutes Zeichen. Wenn Ihre Domain jedoch nur aus einer Website besteht (z. B. einem Blog), fällt eine Absprungrate von mehr als 70 %. 

Es gelten folgende Bedingungen: Nicht alle Absprungraten sind gleich! Im Allgemeinen muss eine hohe Absprungrate nicht unbedingt negativ sein. Selbst wenn der Besucher nur eine URL Ihrer Website aufruft, kann dies sehr wertvoll sein, solange er stärker in den Inhalt der Seite involviert ist. 

Fünf Tipps zum Reduzieren der Absprungrate:

1. Geschwindigkeit verbessern 

Komplexe Designelemente, speicherintensive Formate - all dies spiegelt sich in der Geschwindigkeit beim Laden von Seiten wider. Aber was nützt die attraktivste Benutzeroberfläche, wenn die Ladezeiten die Geduld des Benutzers überfordern? Schnelleres 4G Internet machen Benutzer immer ungeduldiger. Es gibt unter anderem Optionen zum Optimieren der Bildgröße, des Browser-Cache, der Codierung und der Komprimierung. Ziel sollte es sein die Geschwindigkeit der Ladezeit auf unter 3 Sekunden zu bringen.

2. Interne Links setzen 

Interne Links sind einer der wichtigsten SEO-Faktoren, sie wirken sich jedoch auch auf die Absprungrate aus. 

Nicht immer finden die User auf Anhieb das wonach sie suchen. Durch die geschickte Verknüpfung von weiteren unteren Links auf einer Unterseite erhöhen Sie die Chance, die Suche erfolgreich abzuschließen, und erhöhen gleichzeitig die Verweildauer auf der Website. 

3. Usability verbessern 

Artikel und Texte sollten klar und gut strukturiert sein, um dem Leser einen guten Eindruck und einen Überblick über den Inhalt zu geben. Vermeiden Sie daher lange Textblöcke, da diese schnell als anstrengen zu lesen empfunden werden können. Sinnvollere Strukturen mit Absätzen und Unterüberschriften, die das Lesen erleichtern, sind besser. Aufzählungszeichen, Grafiken, Videos und Zitate können ebenfalls entspannend sein und komplexe Probleme veranschaulichen.

4. Mobile first 

Über 70% der Internetnutzer nehmen das Smartphones für die Suche im Internet.  Trotzdem findet man regelmäßig Websites, die nicht für mobile Geräte optimiert sind. Benutzer müssen ihren Browser mühsam vergrößern, um Text- und Navigationselemente zu erkennen und zu verwenden. Viele User haben dafür kein Geduld und springen ab. Möglichkeiten der Verbesserung können sein: Auflösung, Schriftarten oder die Verwendung von Plugins sein.

5. Keine falschen Versprechen mit Keywords 

Bei der Definition Ihrer Keywords ist es wichtig, nur Keywords zu verwenden, die tatsächlich zum Inhalt Ihrer Seite passen, anstatt sich auf diejenigen zu konzentrieren, die in erster Linie hohe  Suchvolumen versprechen. Letzteres führt schnell zu Enttäuschungen, da der durch das Keyword versprochene Inhalte entweder nicht oder nur in ihrer Grundform geliefert werden kann. Zudem sollte darauf geachtet werden, das Keyword in Texten nicht zu überstrapazieren. Dies führt zu künstlich wirkenden Artikeln, die nicht gerne gelesen werden und zum Abbruch beitragen. Die Nutzung von Longtail-Keywords ist eine gute Ergänzung um User mit genauen Vorstellung auf die Website zu bringen. 
 

Die Reduzierung der Absprungrate ist nicht unmöglich und kann in vielen kleinen Schritten immer weiter verbessert werden. Eine regelmäßige Prüfung und Optimierung des eigenen Contents ist daher zwingend notwendig. 

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