Inspiration
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Inspiration ist fast überall

»Eine gute Idee ist kein Zufall, sondern das Ergebnis fokussierter Arbeit.«

Philipp Barth arbeitet als freier Texter, Creative Director und Buchautor in Berlin. In seinem »Buch für Ideensucher« stellt er praktische Wege der Ideenfindung vor. 

Ideen sind die Grundlage für die Arbeit als Werbetexter

Ich arbeite als freiberuflicher Werbetexter. Es ist mein Job, Ideen zu haben, die Menschen nicht als Reklame wegklicken, sondern als Unterhaltung gerne annehmen. Inspiration spielt bei der Ideenentwicklung eine wichtige Rolle. Aber nicht im traditionellen Sinn. Ich sitze nicht im Büro, starre zur Decke und warte, bis eine unsichtbare Muse mich küsst und mir eine Eingebung schenkt. Inspiration ist für mich keine launische Göttin, die kommt, wann es ihr gerade passt, glitzernden Feenstaub in die Luft wirft und Einfälle herbeizaubert. Weder unternehme ich Waldspaziergänge, um Geistesblitze herbeizuführen, noch blättere ich verträumt in französischen Modemagazinen. Ich warte nicht auf Vollmond und ich muss auch keine bestimmte Musik hören, um kreativ zu sein.

Inspiration wird durch Konzentration erreicht

Inspiration kommt durch Konzentration. Eine gute Idee ist kein Zufall, sondern das Ergebnis fokussierter Arbeit. Ich schaue mir keine Kunstgalerie an, sondern das Kundenbriefing. Um welche Botschaft geht es? Was hat die Marke anzubieten? Wer ist die Zielgruppe? Was ist relevant und interes sant für sie? Am Ende sind es Menschen, die mich inspirieren. Ich setze nicht auf Special Effects, ich setze auf menschliches Verhalten. Das ist zeitlos und funktioniert in Berlin genauso wie in Boston. Wenn ich einen Einfall habe, stelle ich mir zwei Fragen: Versteht man das? Und: Macht es Freude? Ich denke über Menschen nach und wie sie auf Ideen reagieren.

Neugier als Treiber für neues Material

Impulse von außen sind dabei überaus hilfreich. Man muss neugierig sein auf das Leben. Man muss verstehen, was Menschen wollen und warum sie tun, was sie tun. So sammelt man automatisch Material, auf das man dann am Schreibtisch zurückgreifen kann. Meine These: Nichts interessiert und inspiriert Menschen mehr als andere Menschen. Entsprechend ist fast überall etwas Inspirierendes zu beobachten. Man muss es sich nur bewusst machen. 

»Kreativität und Innovationskraft brauchen einen Rhythmus von Tag und Traum, von Betriebsamkeit und Innehalten.«

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