DigitalMedien
1 Min

Google Chrome sperrt Flash-Player Ende des Jahres

Zum Ende – im vierten Quartal – des Jahres wird der Chrome Browser von Google keine Websiten mehr anzeigen, die einen Flash-Player benötigen. Wer also Flash noch auf seiner Homepage einsetzt, sollte über einen Relaunch nachdenken. Flash wird dann durch HTML5 ersetzt werden. Dies erfolge so Anthony LaForge, ein Mitarbeiter von Google [Zum Post von Anthony LaForge], weil HTML5 schneller lade als Flash und damit auch weniger Energie verbrauche.

HTML 5 biete zudem eine weit verbesserte User Experience, schreibt LaForge von Google. Wenn Websites beide Formen zur Darstellung etwa interaktiver Inhalte anbieten, wird der Chrome-Browser automatisch die HTML5-Variante wählen. Zunächst ist geplant Nutzern, die Seiten mit Flash ansteuern und den Flash-Player benötigen, einen Hinweis am oberen Rand des Browser-Fensters anzuzeigen. Von dort aus kann der Nutzer manuell eingreifen und die angesurfte Website auch mit Flash dargestellen lassen. Allerdings ist das auf die Dauer sehr mühsam.

Zu Beginn – für rund ein Jahr – soll es auch eine whitelist für die Seiten mit den meisten Flashangeboten geben. Darunter ist auch auch Googles eigene Domain You Tube.com. Google hat dazu eine Top Ten der Seiten, die auf der whitelist stehen werden, nach heutigem Stand veröffentlicht:

YouTube.com
Facebook.com
Yahoo.com
VK.com
Live.com
Yandex.ru
OK.ru
Twitch.tv
Amazon.com
Mail.ru

Auch wenn es Übergangsfristen gibt, das Ende von Adobe Flash als Software um interaktive Inhalte anzuzeigen, zeichnet sich immer deutlicher ab. Zudem lief Flash noch nie auf Endgeräten die iOS nutzen. Laut dem Statistikportal statista liegt derzeit Mozillas Firefox mit fast 35 Prozent knapp vor Googles Chrome Browser, der von 32 Prozent der deutschen Internetnutzer im Januar 2016 genutzt wurde. Auf den folgenden Rängen finden sich der Internet Explorer mit fast 14 und Apples Safari mit knapp über 11 Prozent. Andere Browser wie etwa Opera spielen in Deutschland keine nennenswerte Rolle mehr.

DigitalMedien