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Apps für Verlage: Digitales Plus

Mehrerlöse sind möglich

Apps und der damit verbundene neue Vertriebskanal über App-Stores können für Verlage digitale Mehrerlöse generieren. Darüber hinaus bieten sie die Chance, neue Zielgruppen mit innovativen Produkten an den Verlag zu binden. Zudem kann Content für bestimmte Zielgruppen spezifischer aufbereitet und kostenpflichtig unter dem Schlagwort digitale Diversifizierung vermarktet werden. So weit, so unstrittig. Besonders interessant für Verlage dürften Zahlen sein, die BI Intelligence, der Research Service von Business Insider, veröffentlichte. Entfielen im Jahr 2010 noch 28 Prozent des Umsatzes auf die Top 25-Platzierungen innerhalb der Stores, also auf die großen Marken, waren es 2012 nur noch 15 Prozent. Dagegen vergrößerte sich der Umsatzanteil der Apps, die nicht in den Top 100 rangieren im gleichen Zeitraum von 45 auf 68 Prozent.  Es ist also eine Trendwende erkennbar.

Apple erzielt höhere Erlöse als Android

Leser mit Apple Smartphones oder Tablets sind schneller bereit für Apps zu bezahlen. Das liegt vor allem an der starken Usability des Apple-App-Stores. Ein Fingerdruck und ich habe meine App kostenpflichtig heruntergeladen. Zum anderen liegt es schlicht an der Zielgruppe, die Apple-Maschinen nutzt: Vor der Maschine mit dem angebissenen Apfel sitzt ein designverliebter Mensch mit höherem Einkommen, der auch bereit ist, für gute Inhalte zu zahlen. Android hat zwar eine höhere Verbreitung, wird aber von einer nicht so solventen Leserschaft genutzt.

Das Layout ihrer Print-Inhalte wird in Indesign erstellt? Da liegt es nahe, die eigenen Inhalte über die Adobe Digital Publishing Suite (DPS) im Handumdrehen auch auf digitalen und vor allem mobilen Kanälen anzubieten. Denn die Inhalte gibt es schon. Sie müssen eventuell nur noch  multimedial angereichert werden. Workshops, die Geschäftsleitungen, Anzeigenleitungen, Redaktionen und Layoutabteilungen befähigen, mittels der Adobe DPS bereits bestehende Inhalte für mobile Endgeräte aufzubereiten, dauern oft nur einen oder wenige Tage. Im Klartext: Die Inhalte sind da, das Werkzeug ist da, legen sie los. Mit Kiosksystemen oder einem Entitlement-Server von schaffrath medien ist auch die Verwaltung von Abonnenten kinderleicht. (Mehr Infos: entitlement-server.de)

Marketing mitdenken

App fertig, finale Klappe und jetzt öffnen wir nur noch die Kasse und die Erlöse sprudeln. So einfach ist es nicht. Denn jetzt ist die App die Eine unter einer Million. Aber mit gutem Marketing lässt sich das ändern, vor allem von Verlagen, die über klassische oder digitale Kanäle mit hohem Response und excellenter Reputation in ihrer Zielgruppe verfügen. Eigenanzeigen auf allen Kanälen helfen, natürlich besonders auch Online. Kreatives Marketing, wie es ntv für seine App betrieb, die mit dem Sujet Rösler und Merkel spielte, sind der richtige Weg.

Und wenn die App floppt?

Das kann immer passieren. Mit der Adobe DPS lassen sich Apps gestalten, die ohne große Anlaufkosten im Markt platziert werden können. Anders als native Apps, die mit hohem Aufwand selbst programmiert werden müssen. Diversifizierte Inhalte können so kostengünstig auf Ihre Nachfrage hin getestet werden. Und mit In-App Verkäufen lassen sich ganz schnell auch Freemium-Varianten aufsetzen. Also ein Teil der App ist frei verfügbar, um die entsprechende Reichweite zu generieren und für besondere Inhalte werden die Services kostenpflichtig.

Foto: 3Dmask/fotolia

 
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