DigitalMedien
4 Min

Vom Print-PDF zum digitalen Magazin – Die Story von Alice im ePaper-Wunderland

Wie kommt das Gedruckte ins World Wide Web, aufs Smartphone oder Tablet? Oftmals hakt es beim cross-medialen Publizieren an den Schnittstellen. KNOW!S zeigt in zwei Beiträgen die besten Lösungen. Lesen Sie hier Teil 1: der einfache, schnelle und flexible Weg.

„Eines Tages kam Alice an eine Weggabelung und sah dort eine Katze auf einem Baum sitzen. „Welchen Weg soll ich gehen?“, fragte sie. Die Katze antwortete mit einer Gegenfrage: „Wohin möchtest du denn gehen?“ „Ich weiß nicht“, sagte Alice. „Dann“, sagte die Katze, „ist es egal.“

Lewis Carrol, Alice im Wunderland

Auf die Sache mit der Weggabelung kommen wir gleich zurück. Im nächsten Jahr jährt sich das Erscheinen von „Alice im Wunderland“ zum 150. Mal. Es ist eines der einflussreichsten Kinderbücher, die jemals geschrieben wurden. Es hat andere, bedeutende Autoren inspiriert – wie James Joyce oder Douglas Adams. Motive und Figuren aus dem Wunderland finden sich in zahlreichen Filmklassikern, in Theaterstücken, TV-Serien, Pop-Songs und Bildern. Selbst eine Opernfassung der Alice gibt es. Die „Zeit“ nahm Alice im Wunderland in ihre Bibliothek der 100 Bücher auf. Und der britische „Guardian“ zählt den literarischen Nonsens zu den 1.000 Büchern, die ein Mensch auf Erden gelesen haben muss.

Zurück zur Weggabelung. Nehmen wir für einen Moment an, es wäre unsere Aufgabe, die Jubiläumsedition von Lewis Carrols Alice’s Adventures in Wonderland zu publizieren. Und machen es uns einfach: Die Arbeit ist getan. Der erste Probedruck liegt vor uns. Edles Papier, eine kreative Schriftart, viele Illustrationen vom weißen Kaninchen, das auf die Uhr starrt, der Grinsekatze, dem Märzhasen, dem verrückten Hutmacher. Alle sind da. Es hat eine Stange Geld gekostet, aber nun ja, es ist eine würdige Jubiläumsausgabe geworden. Dass wir nicht fertig sind, sondern tatsächlich selbst an einer Weggabelung stehen, zeigt die vorlaute Frage unseres Jüngsten: „Und wie kommt das Buch nun auf mein Tablet?“

„Grundsätzlich unterscheiden wir drei Wege in die digitale Welt: das ePaper, die App und die klassische Online-Kommunikation auf der Basis einer Webseite oder eines Blogs“, erläutert Alexander Hornen, Geschäftsführer bei Schaffrath DigitalMedien. Und damit hat er ganz im Sinne eines Wunderlandes die Zahl der Wahlmöglichkeiten an der Weggabelung noch vergrößert. Sehr geschickt, der Mann ist Consultant. Wir konzentrieren uns zum Auftakt auf den schnellen, einfachen, preiswerten und dennoch wirkungsvollen Weg, gedruckte Inhalte digital zu publizieren: das blätterbare ePaper.

Die Ausgangsbasis ist eine PDF-Datei. Das „Portable Document Format“, kurz: PDF, hat sich zu einem Universalwerkzeug entwickelt. Es funktioniert auf allen Betriebssystemen und arbeitet mit allen Dateiformaten zusammen. Nahezu alle Druckprozesse enden heute damit, dass der Druckerei eine PDF-Datei zur Weiterverarbeitung übergeben wird, so auch im Fall unserer Jubiläumsausgabe von Alice im Wunderland.

Da liegt es nahe, eben diese fix und fertige Datei auch für das digitale Publizieren zu nutzen. Das ePaper entsteht auf Basis von PDF-Daten. Und das Gute daran ist: Wir müssen gar nichts mehr tun. Bei unserem ersten Kontakt mit Schaffrath vor sechs Monaten dauerte es wenige Tage bis zur Lieferung des ePapers. Jetzt sind wir angemeldet – und bekommen die voll digitalisierte Alice innerhalb von 24 Stunden.

Nur eine Datei für all die unterschiedlichen Bildschirmgrößen, die kleinen Handy-Display und die mannigfaltigen Tablet-Formate? „Wir erzeugen ein ePaper, das auf allen gängigen Smartphones, Tablets und Bildschirmen jeweils optimal angezeigt wird“, erklärt Alexander Hornen. Egal, welches Gerät, welche technische Plattform, welches Betriebssystem ein Anwender nutzt, das im flexiblen Webcode HTML5 angelegte ePaper mit Alice Abenteuern sieht immer optimal aus.

Management-Summary: ePaper

  • Ein ePaper entsteht auf Basis einer PDF-Datei innerhalb von 24 Stunden (bei entsprechender Planung)
  • Kunden müssen dafür keine weiteren Ressourcen einplanen
  • Nutzer bekommen ein digitales Magazin, das auf allen Formaten optimal dargestellt wird
  • Über das Inhaltsverzeichnis oder den Suchindex lassen sich Textstellen schnell auffinden
  • Links ins Web oder auf Videosequenzen sind integrierbar
  • Über Google Analytics lässt sich verfolgen wer das ePaper aufruft

Weitere Informationen und Beispiele: > epaper.schaffrath.de

 

Und es kann deutlich mehr als das edle, aber auch schwere Buch. Aus dem Inhaltsverzeichnis springen wir mit einem einen Fingertipp zum Kapitel mit Herzkönig und Herzkönigin, die liebend gern jemandem den Kopf abschlagen lassen. Die Schlagwortsuche erleichtert es allen künftigen Literaturstudenten, alle nur denkbaren Fundstellen im Roman zu listen. Hinter den Illustrationen des Buches stecken im ePaper Videosequenzen, die auf Wunsch starten. Wer in sozialen Netzwerken unterwegs ist, kann einen Inhalt „liken“ und so mit anderen aus seiner Community sofort teilen und darüber diskutieren. Und die einzelnen Seiten lassen sich beliebig zoomen. Man wird ja nicht jünger und die Augen auch nicht
besser.

Soweit die Vorteile eines professionell gemachten ePapers für die Nutzer. Für uns als Anbieter der Jubiläumsausgabe gibt es ebenfalls eine Reihe von Pluspunkten der digitalen Ausgabe. Über das zuschaltbare „Google Analytics“ erfahren wir mehr über Alter, Herkunft und Verhalten der neuen und alten Alice-Fans. Die Inhalte von online verfügbaren ePapers werden von Suchmaschinen erfasst und indiziert. Wenn Experten dabei von SEO – Search Engine Optimization sprechen, ist die optimale Einbindung ins digitale Weltgeschehen gemeint. Alle Beiträge eines ePapers sind über das Netz weltweit verbreitet. Selbst mit Millionenauflagen war früher eine derart umfassende Reichweite nicht zu erzielen.

Stopp. Das geht in diesem Fall aber nicht. Denn wenn alle kostenlos auf den Spuren von Alice im Wunderland unterwegs sind, wird niemand mehr unsere Jubiläumsausgabe auf Papier kaufen. Deshalb verändern wir die Einstellungen unseres ePapers. Es wird über einen digitalen Buch-Shop verkauft, den Schaffrath auf Wunsch gleich mitprogrammiert.

Wir schauen hoch zu der Katze an der Weggabelung, blitzeln, weil ein Sonnenstrahl durchs Blätterdach sticht und bedanken uns für diesen Einblick in den schnellen Weg ins Web. Jetzt sind wir um- so neugieriger, was der andere Abzweig der Weggabelung für uns bereithält.

Fakt: 60 % der Deutschen nutzen das mobile Internet. 2014 werden erstmals mehr Menschen über ein Smartphone oder Tablet ins Netz gehen als über einen Desktop-PC.

Lesen Sie in der nächsten Ausgabe von KNOW!S: Publizieren per App

 
 

Alexander Hornen

02831 925-534
hornen(at)schaffrath-digital.de

Foto: INFINITY/fotolia.de

DigitalMedien