Abgeschafft (Kolumne)
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Abgeschafft!* – Dirk Devers über die Sache mit dem Gewissen. 

*Manchmal muss man etwas abschaffen, damit Platz für Neues entsteht. Altes, Überflüssiges, Störendes, Belastendes über Bord werfen, damit man leichter weitergehen kann. Das tun wir hier verbal.

Abgeschafft! – Die Kolumne

Den Anlass zu dieser Kolumne gab ein privates Thema. Kein schönes Thema. Durch einen gesundheitlichen Vorfall wurden mir Dinge bewusst, die ich vorher für selbstverständlich gehalten habe. Es gab plötzlich eine gesundheitlich sehr bedrohliche Situation. Doch die notwendige Operation habe ich gut überstanden und bin auch wieder gesund. Trotzdem durchläuft man einen Prozess und hinterfragt so einige Dinge. Ich habe dann etwas abgeschafft, aber nicht das, was man vielleicht hätte erwarten können. 

Die eigenen Grenzen und Gefühle hinterfragen

Was ich also für mich abgeschafft habe? Ich habe mein schlechtes Gewissen abgeschafft. Bitte nicht falsch verstehen, ich habe natürlich nicht mein Gewissen abgeschafft, sondern nur das schlechte Gefühl, was mich ereilt, wenn ich von innen wie von außen Botschaften erhalte, die mir suggerieren ich würde meine Grenzen überschreiten. Was ich konkret damit meine? Sätze wie »du arbeitest schon wieder zu viel« oder »zu spät am Abend sollte man keine Mails mehr checken« nehme ich ernst. Und die damit verbundenen Ratschläge wirken auf mein (schlechtes) Gewissen ein. Das schlechte Gewissen ist ein schwer greifbarer und dennoch ständiger Begleiter in unserem Leben und manchmal auch eine mächtige Triebkraft. Ein Gewissen haben, bedeutet, sich selbst, eigene Handlungen oder einfach nur Vorgänge zu hinterfragen. 

Den Spaß an der Arbeit bewahren

Für eine funktionierende Gesellschaft ist das Gewissen unabdingbar. Ohne das Gewissen würde Chaos herrschen.

Schlagen wir nun den Bogen zu unserem Arbeitsleben. Die Arbeit als solches gehört für viele zum Leben dazu, wird aber nicht immer mit »ich arbeite gern« umschrieben. Bei mir war das oft anders und daher habe ich erneut beschlossen, mir den Spaß an der Arbeit nicht nehmen zu lassen. Auch wenn es mal wieder etwas länger dauert. Mir bereiten meine beruflichen Tätigkeiten Freude und sie schaffen Befriedigung. Natürlich ist nicht immer alles rosarot und wunderschön. Aber die positiven Dinge überwiegen eindeutig. 

Seine Zeit bewusst einsetzen

Ich habe entschieden, wenn mich etwas mit Freude erfüllt, mich echt interessiert und ich es für relevant halte, dann widme ich mich dieser Aufgabe, egal ob es privater oder beruflicher Natur ist. Dann setze ich meine Zeit bewusst ein und treibe die Dinge so weit voran, wie es geht. Das erfüllt mich und verschafft mir Zufriedenheit. Nach vielen Jahren im Beruf, zeigen solche eingangs beschriebenen Momente, was einem wirklich wichtig ist. Neben der Liebe, der Familie und der eigenen Gesundheit ist es eben auch der Beruf. Und im Beruf kommt es immer auch auf Ziele an und manchmal sollte man alles in die Waagschale werfen, um zu schauen, wie weit man kommt. Das geht aber nicht, wenn man in sich ein schlechtes Gewissen trägt und sich selbst ausbremst. 

Ein "Dankeschön" an alle

In diesem Zusammenhang ein herzliches Dankeschön an alle, die auch in schwierigen Zeiten ebenfalls Zeit einsetzen, Ideen und Ziele entwickeln und mit dafür sorgen, dass meine Herzensangelegenheit Schaffrath auch in den nächsten Jahren weiter erfolgreich ist. 

Abgeschafft (Kolumne)