Viele Websites nutzen das Content-Management-System TYPO3. Im vergangenen Jahr lief der Support für die 2006 erschienene Version 4.x aus. Dies bedeutet, dass für diese Version keine Sicherheitsupdates mehr entwickelt werden. Damit können Websites, die mit dieser alten Version ausgestattet sind, ein Sicherheitsrisiko für den Betreiber darstellen.

Konkret bedeutet dies, dass diese Webseiten etwa gehackt werden können. Wer dies riskiert, muss mit Problemen in den Suchmaschinen wie Google rechnen. Diese markieren Seiten im Netz mit Hinweisen wie „Diese Website wurde möglicherweise gehackt“ oder „Diese Website kann Ihren Computer beschädigen.“ Ersteres bedeutet, dass Besucher dieser Website möglicherweise zu Spam oder Malware weitergeleitet werden, die zweite genannte Meldung zeigt auf, dass die infizierte Webseite Programme beinhalten könnte, die schädliche Software auf dem Computer installieren kann. Suchmaschinen zeigen diese Meldungen an, um Besucher zu warnen, damit wird die Seite auch weniger Traffic erhalten. Zudem ist es sehr aufwendig die Warnung wieder los zu werden und dauert oft mindestens einen Tag.

Umso wichtiger ist es sich rechtzeitig Gedanken über ein Update der TYPO3-Seiten zu machen. Die Version 4.x ist noch auf 70 Prozent der TYPO3-Seiten im Einsatz. 0,7 Prozent der weltweit eingesetzten Websites nutzt, so W3Techs – World Wide Web Technology Surveys, TYPO3. Aktuell gibt es die Version 7.6 mit einem Long-Term-Support (LTS) wodurch sichergestellt ist, dass diese Version bis mindestens Herbst 2018 mit Sicherheitsupdates versorgt wird. Lars Kosman Medienfachwirt und Consultant von Schaffrath DigitalMedien, spricht daher von Investitionssicherheit für Webseitenbetreiber. Der Experte führt auch den technologischen Aspekt an, der für ein Upgrade spricht. Seit der Version 7.x setze TYPO3 in der Entwicklung der Extensions ausschließlich auf „Extbase“ and „Fluid“, die eine deutlich flexiblere und auch einfachere Programmierung ermöglichen als es bisher mit piBase der Fall war.

Ein Grund dafür sei, dass TYPO3 7.6 mit Bootstrap ausgeliefert wird. Dieses leistungsstarke und sehr weit verbreitete Framework ermöglicht eine einfache Anlage von responsiven Webseiten und bringt eine ganze Reihe an nützlichen Funktionen mit sich, so Kosmann. Nicht nur für Programmierer gibt es Verbesserungen. Auch Redakteure profitieren: Bilder die direkt in TYPO3 hochgeladen werden, können im System beschnitten werden. Damit kann der Redakteur selbst den Bildausschnitt in Zukunft festlegen.

Aber auch für die tägliche Arbeit der Redakteure kommen sind einige Verbesserungen mit dabei. So lassen sich zum Beispiel hochgeladene Bilder direkt im TYPO3 beschneiden, sodass der Redakteur selber den Bildausschnitt festlegen kann. Der Login-Screen ist personalisiert und man kann jetzt über eine Detailliste suchen. In ein Update sollte ein Relaunch mit eingeplant werden, damit die Webseite für mobile Nutzer attraktiv wird. Die Zahl der mobilen Internetnutzer in Deutschland liegt heute laut Statista zum Ende des ersten Quartals 2015 bei 34,5 Millionen und ist weiter steigend. Prognosen gehen davon aus, dass die mobilen Nutzer des Internets in den nächsten drei Jahren um 700 Millionen weltweit zunehmen werden. Die mobile Nutzung wird damit an Bedeutung weiter zunehmen und Webseiten, die dies nicht berücksichtigen aufs Abstellgleis geraten.

 

Lars Kosman
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