Projektmanagement mit agilen Methoden statt Domino-Effekt: klar formulierte Visionen für das Projekt sind besser.

Was sind agile Methoden?

Wenn man mit agilen Methoden wie Scrum arbeitet, gibt es kein Lastenheft, sondern eine klar formulierte Vision für das Projekt. Aus dieser Vision werden Teilaufgaben abgeleitet, in der Form von User Stories. Diese fließen in eine To-do-Liste namens „Product Backlog“. Zum Projektstart müssen nicht alle User Stories definiert sein. Die erstellten User Stories erhalten Prioritäten auf Basis der wirtschaftlichen Bedeutung für das Unternehmen. In einem Sprint, einem Zeitraum von meist zwei Wochen, arbeitet das Agenturteam dann an den User Stories mit höchster Priorität – das können durchaus mehrere User Stories sein. Am Ende des Sprints gibt es dann ein nutzbares Stück Software, das sofort getestet und live eingesetzt werden kann.

Was ist "Wasserfall"?

Wasserfall ist eine Methode im Projektmanagement, bei der das Projekt in lineare Phasen unterteilt wird. Erst wird eine Projektphase abgeschlossen, dann wird die in der Reihenfolge nächste Projektphase begonnen. Das hört sich strukturiert und logisch an, hat aber gewaltige Tücken. Am Beispiel eines Relaunches für eine Website wird das deutlich: Erst nachdem das pixelperfekte Webdesign verabschiedet wurde, startet die Programmierung eines Klickdummys. Erst nachdem der Klickdummy verabschiedet wurde, startet die Programmierung der "echten" Website. Diese wasserfallartige Kaskade kostet unfassbar viel Zeit, denn eine fitte Digitalagentur kann Design und Technik in einem Aufwasch liefern - das Zielsysstem (z.B. TYPO3) ist ja schon definiert, also kann man auch sehr früh damit arbeiten, anstatt wochenlang über Photoshop-Dokumente zu diskutieren. Bei Scrum wird im Rahmen des Projektfortschritts allerdings Feedback gesammelt und "am lebenden Objekt" umgesetzt, so dass iteratives Arbeiten möglich wird. 

So entsteht mit agilen Methoden schon sehr früh ein laufend testbares Produkt, während im System Wasserfall es oft Monate dauert, bis testbare Module bereit stehen. Die Folge: Stellt sich im System Wasserfall heraus, dass eine bereits programmierte Funktion geändert werden soll, muss wieder eine frische Designphase starten. Das kann monatelange Verzögerungen verursachen. 

Wasserfall und agile Methoden (hier: Scrum) im Vergleich

Agile Methoden sind erfolgreicher

Wir wissen aus den Praxiserfahrungen unserer Agentur, dass agile Methoden wie Scrum zu erfolgreicheren und kostengünstigeren Kundenprojekten führen. Unsere Erfahrungen decken sich mit Forschungsergebnissen. Die Standish Group erstellt seit 1994 jährlich den „CHAOS report“, eine Studie, in der Erfolge (und Misserfolge) von IT-Projekten gemessen werden. Die Datenbasis beträgt mittlerweile 40.000 Projekte. Auswertungen zeigen, dass Projekte nach System Wasserfall häufig scheitern und selten erfolgreich sind: Nur 71% sind mindestens teilweise erfolgreich. Für die Standish Group ist ein Projekt dann erfolgreich, wenn es

a) pünktlich,
b) im Budget und
c) mit einem überzeugenden Ergebnis abgeschlossen wurde.

Mit agilen Methoden wie Scrum enden Projekte häufiger erfolgreich und schlagen seltener fehl: 91 % sind mindestens teilweise erfolgreich. Nach heutigem Wissensstand ist es für Unternehmen ein schwer zu verantwortendes Risiko, neue IT-Projekte nach der Wasserfall-Methode zu starten.

Warum agile Methoden im Vorteil sind

Traditionell

 

Scrum

STARRES ANGEBOT
für das Gesamtprojekt
 DAS GESAMTBUDGET
steckt den Rahmen ab
HOHER VERWALTUNGSAUFWAND
Was ist im Scope und was nicht?
 KAUM VERWALTUNGSAUFWAND
Für jeden Sprint eigener KVA
GROSSES KOSTENRISIKO
Reißleine ziehen / Agenturwechsel schwer möglich
 KAUM KOSTEN- UND ERGEBNISRISIKO
Abbruch und Agenturwechsel jederzeit möglich
GROSSES ERGEBNISRISIKO
Wertschöpfung oft erst nach z. B. einem Jahr möglich
 GERINGES ERGEBNISRISIKO
Wertschöpfung oft nach wenigen Wochen möglich

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